Integrierte Gesamtschule Lehrte

Die Integrierte Gesamtschule Lehrte arbeitet nach einem besonderen pädagogischen Konzept. Auf die frühe Trennung in unterschiedliche Bildungslaufbahnen wird verzichtet, denn alle Schülerinnen und Schüler sollen trotz verschiedener Begabungen eine möglichst lange gemeinsame Lernzeit erleben. Das Projekt Lernen mit iPads ist im September 2012 gestartet.  Wie die genaue Umsetzung aussieht, kann man hier erfahren:

 Portfolio

Name des Projekts: Tablets im Unterricht

Durchführende Einrichtung: Integrierte Gesamtschule Lehrte

Einsatz in welchen Fächern: Die iPads werden in allen Fächern mit Ausnahme von Sport eingesetzt.

Inhalt des Projekts:

Seit September 2012 lernen und arbeiten 25 Siebtklässler der IGS Lehrte (Region Hannover) mit iPads im Unterricht. Das Projekt ist auf insgesamt 4 Jahre angelegt und ermöglicht durch die besondere 1:1-Lösung eine Förderung der Verantwortung für das Gerät und die Ein­satz­be­reitschaft, da jede Schülerin und jeder Schüler sein eigenes Gerät besitzt. Die iPads wer­den nach und nach in allen Unterrichtsfächern (Sport und einige Wahlpflichtkurse bilden die ein­zige Ausnahme) eingesetzt. In Mathematik, Naturwissenschaften, Kunst, Wirtschaft, Deutsch und Gesellschaftslehre werden die Geräte bereits täglich genutzt. Die Schülerinnen und Schüler führen ihre Mappen bspw. digital im iPad, drehen Videos von Dialogen, machen Fotos von Versuchsaufbauten und erstellen Videotutorials zu mathematischen Aspekten.

Ziel des Projekts:

Ziel des Projekts ist eine größere Interaktivität, eine Multimedialität und eine Vernetzung eben­so wie ein höherer Grad an Medienkompetenz, da das Wissen, welches im Internet in viel­fältiger Weise verfügbar ist strukturiert, analysiert und präsentiert werden muss. Ein wei­te­res sehr bedeutendes Ziel, ist es, dass die Schülerinnen und Schüler das Internet und die Tab­lets produktiv und kompetent nutzen und daher gerüstet sind für eine Zukunft in einer di­gital geprägten Welt des 21. Jahrhunderts.

Ergebnis des Projekts:

Bisherige Ergebnisse des Projekts sind:

  • motiviertere Schülerinnen und Schüler
  • verantwortungsvoller Umgang mit den Geräten in der Schule
  • verbesserte Mappenführung
  • umkomplizierter Austausch digitaler Materialien
  • bessere Differenzierungsmöglichkeiten
  • größere Aktualität im Unterricht
  • Erstellung von Medien durch Schülerinnen und Schüler
  • Stärkung der Kooperationsbereitschaft
  • unterstützende Interaktion
  • Verbesserung der Medienkompetenz
  • erhöhte Bereitschaft technische Aspekte verstehen zu wollen (Netzwerk)

Dauer/Häufigkeit des Einsatzes:

  • Die iPads werden 4 Jahre lang (vom 7. bis zum 10. Schuljahr) täglich im Unterricht ein­ge­setzt.
  • Da Mappen teilweise komplett digital geführt werden, werden die iPads in jeder Un­ter­richts­stunde und für die Hausaufgaben benötigt und kommen so äußerst häufig zum Ein­satz.

Benötigte Technik und Finanzierung:

  • Jede Schülerin und jeder Schüler verfügt über ein eigenes elternfinanziertes iPad mit ei­nem Rundum-Versicherungsschutz.
  • Zur Finanzierung gehört neben der Bereitstellung des Geräts auch ein Premium-Ver­si­che­rungsschutz mit einer geringen Selbstbeteiligung, 1st- und 2nd-Level-Support sowie die Bereitstellung eines Leihgeräts im Schadensfall.
  • Der Klassenraum ist ausgestattet mit einem Whiteboard, einem Beamer, WLAN und AppleTV zur drahtlosen Bildübertragung der iPad-Oberfläche.
  • Die Schule verfügt über einen eigenen Server auf dem die Daten über WebDAV ge­spei­chert werden können.
  • Für die Apps werden im Laufe der 4 Jahre maximal 50€ benötigt (nach 6 Monaten ha­ben wir 0,89€ ausgegeben).

Ablauf des Projektunterrichts:

Die Unterschiede des Unterrichts einer iPad-Klasse zu einer „normalen“ Klasse sind ins­be­son­dere in den Erarbeitungsphasen und in Präsentations- oder Vergleichsphasen zu finden. Zu Präsentationszwecken projizieren die Schülerinnen und Schüler ihre iPad-Oberfläche mit­tels AppleTV und Beamer auf das Whiteboard. Dieses Verfahren ermöglicht eine sehr gute und schnelle Visualisierung von Schülerergebnissen ohne doppelte Arbeit zu haben indem bspw. eine OHP-Folie angefertigt werden muss. In den Arbeitsphasen nutzen die Schü­le­rin­nen und Schüler ihre iPads, um Aufgabenblätter herunterzuladen und zu bearbeiten, um In­ter­netrecherchen durchzuführen, Videotutorials zu Rate zu ziehen oder um eine Prä­sen­ta­tion mit einer frei gewählten App zu erstellen.

Begründungen für das Projekt:

Im Vergleich zu ‚Tablet-Koffern‘, die in Schulen stundenweise ausgeliehen werden können, er­möglicht diese 1:1-Lösung einen kontinuierlichen Umgang mit den Geräten, auch im au­ßer­schulischen Bereich. Entscheidend ist die ständige persönliche Verfügbarkeit des Tablets, das erst dadurch zum Allzweck-Werkzeug wird, dass über die Nutzung jederzeit und an je­dem Ort entschieden werden kann (ohne Raumwechsel, ohne Voranmeldung, ohne Warte­lis­ten, ohne Vorfinden eines fremden Desktops usw.).

Schwierigkeiten, Widerstände, Tipps:

Eine bedeutende Grundlage zum Gelingen des Projekts hat sich als wichtig herausgestellt: Nur wenn die Lehrerinnen und Lehrer die nötigen technischen und didaktischen Kenntnisse da­für mitbringen, kann das Projekt ‚Tablet-Klasse‘ gelingen.

Fazit:

Nicht die Art des Endgeräts ist der zentrale Aspekt des Projekts, sondern der aus­schlag­ge­ben­de Faktor ist, dass es funktioniert, die Schüler motiviert und sie zum Lernen anregt.

Formales:

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