Stadtteilschule Bahrenfeld

Im Herbst 2011 hat sich der 12. Jahrgang der Stadtteilschule Bahrenfeld mit der Thematik Migration und Integration auseinandergesetzt. Mit Hilfe der Web2.0-Technologien (hauptsächlich wurde das Blog genutzt) wurden Materialien zum Thema Migration und Integration eingestellt, kategorisiert und diskutiert. Ziel war es, persönliche Forschungsschwerpunkte zu setzen als auch nach dem projektartigen Unterrichtsvorhaben Material bereitzustellen, welches der Nachnutzung für Lehrer und Schüler dient.

Einige Ergebnisse des Projektes, die im Kunstunterricht entstanden sind, zeigen wir hier:

Hier sind die Antworten aus dem Fragenkatalog:

Name des Projekts: Migration-Integration

Inhalt des Projekts: Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse lernen mit Web 2.0 ihre eigenen Fragen zu beantworten

Ziel des Projekts: Selbstbestimmt individuell und kollaborativ ein weites Thema lernen

Ergebnis/Produkt des Projekts: Antworten auf die eigenen Fragen; Ergebnisse in einem Weblog, in Kunstplakaten und einem Theaterstück präsentiert, eine Podiumsdiskussion veranstaltet und gefilmt

Durchführende Einrichtung (Art, Name, Schulform): Stadtteilschule Bahrenfeld

Einsatz in welchem Fach/welche Fächer: Politik, Kunst, Darstellendes Spiel – fächerübergreifend

Dauer/Häufigkeit des Einsatzes

  • Ein projektförmiger Unterricht über 6 Wochen mit den normalen Unterrichtsstunden und einem Projekttag

Benötigte Technik und Finanzierung:

  • Computer der Schule und eigene Geräte der Schüler zuhause
  • Welche Software wurde eingesetzt? – wordpress.com, titanpad.com, prezi.com
  • Welche digitalen Inhalte werden genutzt/erstellt? – Verlinkungen und Einbinden von Dateien aus dem Netz, eigene Texte, Fotos, Videos als Postings im Blog
  • Wie wurde der Medieneinsatz finanziert? – keine Kosten

Ablauf des Projekts

Bitte beschreiben Sie, wie ein Unterricht unter dem Einsatz des Mediums abläuft?

  • Die Schüler informieren sich individuell über verlinkte Materialien im Blog, suchen selbst welche im Netz und verlinken bzw. binden sie ins Blog ein. Sie diskutieren über ihre Fragen face to face in der Gesamtgruppe und in Kleingruppen bzw. Tandems, ebenso über Kommentare im Blog und im Titanpad.

Wie ist der Medieneinsatz verknüpft mit anderen Phasen/Zielen des Unterrichts?

  • Je nachdem, was in der jeweiligen Phase gebraucht wird, werden entweder im Netz als auch im f2f Gespräch die anstehenden Fragen geklärt.

Begründungen für das Projekt:

Warum haben Sie sich entschieden, digitale Medien im Unterricht/ für das Projekt einzusetzen?

  • Weil man damit am besten in einer Gruppe individuell und kollabortiv lernen kann.

Welche/s Ziel/e sollte/n erreicht werden?

  • Selbstlernkompetenzen, Kollaborationskompetenzen, Medienkompetenzen fördern und erweitern; Sinnbildung ermöglichen zum Lerngegenstand „Migration-Integration“, Methoden der Sozialwissenschaften kennen lernen und erproben

Welche Ziele wurden tatsächlich erreicht?

  • Insgesamt alle, je nach Schüler auf verschiedenem Niveau und mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Schwierigkeiten, Widerstände, Tipps:

Mit welchen Schwierigkeiten und  Widerständen ist zu rechnen?

  • Es gab keine Widerstände nach Beginn. Anfangs hatten die Schüler allerdings Vorbehalte gegen den Lerngegenstand („Überfütterung“) und gegen die zu erwartenden Mühen des „Selbstlernens“. Die waren jedoch schnell ausgeräumt, als der Gegenstand und die Arbeitsweise sie fesselten, weil sie das bearbeiten durften, was ihnen selbst etwas bedeutete. (Siehe Feedback der Schüler im Blog). Schwierigkeiten: Man muss als Lehrer seine Rolle anders sehen als im Normalunterricht. Man muss sich als Moderator und Coach von Lernprozessen verstehen, die im Einzelnen inhaltlich weitgehend von den Schülern bestimmt werden („Die eigenen Fragen“)

Welche Verbesserungsvorschläge gibt es für KollegInnen oder für eine erneute Umsetzung?

  • Jeder Lehrer muss das Modell für seine eigene Lerngruppe und den jeweiligen Lerngegenstand anpassen. Und dann muss man experimentieren und auswerten und wieder experimentieren. Man muss sich immer wieder versichern, ob die Schüler „noch dabei sind“, also wirklich oft Feedback holen.

Ressourcen:

Gibt es weitere Links/Ressourcen/Dokumentationen zu Ihrem Projekt?

  • das Projektblog der Schüler
  • im Blog  kann das Projekt zum Gegenstand „Migration-Integration“ von anderen erneut umgesetzt werden

Ist das Projekt wissenschaftlich begleitet?

  • Das Projekt wurde von den beiden „Erfindern“ und „Durchführenden“ selbst ausgewertet und beschrieben in: http://projektmigrationintegration.files.wordpress.com/2012/04/handreichung_uv_migr_integr.pdf

Formales:

  • Bundesland: Hamburg
  • Verantwortlicher: Lisa Rosa, lisa.rosa@li-hamburg.de
  • Webseite des Projekts: http://migrationintegration.wordpress.com/

 

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